Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk und was muss ich dabei beachten?

Balkonkraftwerk von Osnatech

Einfach Solarpanel bzw. Photovoltaikpanel auf den Balkon stellen, Stecker in die Dose und mit eigenem Solarstrom unabhängig sein! Dieser Traum scheint derzeit so greifbar wie nie zuvor, aber was muss man bei der Installation beachten? Und für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Die Energiekrise in Europa, die massiv gestiegenen Preise und die offen sichtbare Abhängigkeit von importierten, fossilen Energieträgern haben den Wunsch nach Unabhängigkeit durch dezentrale Stromerzeugung stark werden lassen. Der Klimawandel und damit der Nachhaltigkeitsgedanke tun ihr übriges. Deshalb setzen viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer mit Photovoltaik-Modulen auf eigenen Sonnenstrom. Doch auch Mieterinnen und Mieter haben dazu die Möglichkeit: Das Schlagwort „Balkonkraftwerk“ hat den Sprung aus den Fachzeitschriften in die breite Öffentlichkeit geschafft. Gemeint sind damit meist „Plug-and-Play“-Komplettpakete, die möglichst einfach auch vom Anwender selbst installiert und vom Fachmann angeschlossen werden können.

Eigener Strom aus der Mietwohnung: Wann sich eine sog. Solaranlage am Balkon lohnt.

  • Balkonkraftwerke, Inselanlagen, steckerfertige Balkonlösungen oder Steckersolar-Geräte – diese Geräte sind allesamt anmeldepflichtige Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis zu 600 Watt (Stand 09/22 in Prüfung), die direkt in die Steckdose gesteckt werden können.
  • Bis zu einer Höhe von 4m (ca. erster Stock) ist dabei die Montage von Glasmodulen privat erlaubt (DIN 18008-2).
  • Darüber hinaus müssen sogenannte Leichtmodule zum Einsatz kommen.
  • Besonders lohnt sich die Installation eines Solar- bzw. Stecker-Photovolaik-Sets naturgemäß an einem nach Südwest, Südost – im besten Falle – Süden ausgerichteten Balkon, wo sie möglichst viel Sonne abbekommt.

Geht man davon aus, dass die jährliche Leistung etwa 300 kWh beträgt, ist das in etwa so viel, wie Spül- und Waschmaschine verbrauchen. In den Sommermonaten sollte eine Balkonsolaranlage in jedem Fall so viel Strom produzieren, dass die Grundlast gedeckt ist, also der Strom, den der Kühlschrank und die Stand-by-Geräte im Haushalt verbrauchen, ohne dass irgendwo ein Licht brennt oder elektrische Geräte in Betrieb sind. Die Anschaffung zahlt sich bereits nach wenigen Jahren aus und sorgt bei einer erwartbaren Nutzungsdauer von bis zu 25 Jahren langfristig nicht nur für Einsparpotenzial, sondern mit Blick auf die Strompreisentwicklung auch für etwas mehr Seelenfrieden.

Was muss man beim Aufstellen einer sog. Steckersolaranlage beachten?

Vor der Installation einer eigenen Stecker-Photovoltaikanlage muss der Vermieter, bei Wohnungseigentümern die Eigentümergemeinschaft des Hauses, um Erlaubnis gefragt werden. Da aber keine dauerhafte bauliche Veränderung vorgenommen wird und sich die Solarmodule einfach entfernen lassen, sind Gegenargumente schwer zu finden.

Darüber hinaus muss das Balkonkraftwerk bei der Bundesnetzagentur, dem örtlichen Netzbetreiber und der Hausverwaltung angemeldet werden. Alte Stromzähler ohne Rücklaufsperre müssen zunächst vom Netzbetreiber gegen einen modernen Smart Meter ausgetauscht werden, denn diese alte Zähler könnten bei der Einspeisung rückwärts laufen und so den Stromverbrauch verfälschen. Dieser Austausch alter Zähler ist in den nächsten Jahren vom Gesetzgeber bereits vorgeschrieben und darf vom Netzbetreiber nicht in Rechnung gestellt werden. Die Kosten können die Netzbetreiber aber über den jährlichen Messpreis abrechnen. Das sind maximal 20 Euro pro Jahr, die unabhängig von der sog. Balkonsolar-Anlage ohnehin fällig werden.

Der Hersteller des Geräts sollte außerdem den Sicherheitsstandard der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS 0001:2019-10) einhalten – für die Produkte der Osnatech-Partner eine Selbstverständlichkeit.

Mit OSNATECH bestens über innovative Photovoltaik-Lösungen informiert

Bei der rasanten Geschwindigkeit, mit der sich die Energiewende und dazugehörige Technologien entwickeln, lohnt es sich besonders, auf dem Laufenden zu bleiben. Stecker-Photovoltaikanlagen werden beispielsweise mit bis zu 200 Euro von manchen Städte, Kommunen und Regionalverbänden gefördert. Fragen Sie uns! Gerne beraten wir Sie nicht nur zur Realisierung individueller Photovoltaik-Lösungen, sondern auch zu den dazugehörigen Förderungen und Auflagen. Erste Informationen zu Förderungen finden sich hier: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html

Eine gute Zusammenfassung, worauf man bei Stecker-Solargeräten achten muss, liefert u.a. auch die Verbraucherzentrale NRW https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-44715?pk_campaign=kalender2022_ga_steckersolar