Theaterkahn Dresden startet mit neuer Energie in die neue Spielzeit

Photovoltaikanlage liefert 22.750 kWh Strom – Wunsch von Intendant Holger Böhme geht in Erfüllung

Bereits vor knapp sechs Jahren hatte Intendant Holger Böhme die Idee, eine Photovoltaikanlage auf seinen Theaterkahn Dresden zu bauen. Jetzt ist dieser lang gehegte Wunsch in Erfüllung gegangen. Passend zum Neustart nach der coronabedingten Pause rückten Mitte Mai die Handwerker an, um PV-Module mit einer Gesamtleistung von 24,75 kWp zu installieren. Möglich wurde das, weil wir als Lösungsanbieter für energie-effizientes Leben ultraleichte, flexible PV-Module von SunMan ins Spiel brachten, die überall dort zum Einsatz kommen, wo normale Module aufgrund von Dachlastbeschränkungen nicht installiert werden können. Denn genau das war jahrelang eine der nicht zu lösenden Herausforderungen. Das Dach des 111 Jahre alten, zum Theater umgebauten Schiffs ist nicht für eine Solaranlage inklusive Trägersystem ausgelegt.

Die PV-Module auf den Boot produzieren ca. 22.750 kWh im Jahr

Die Installation war schnell abgeschlossen und seitdem produziert die neue Anlage nachhaltige Energie: Insgesamt liefern die PV-Module voraussichtlich etwa 22.750 kWh im Jahr. 66 flache SunMan PV-Module aus glasfaserverstärktem Kunststoff wurden dafür direkt auf das Dach geklebt, was neben weniger Gewicht und dem geringeren Installationsaufwand einen weiteren positiven Effekt hat: Durch das nahtlose Anbringen haben Wind und Wetter keine Chance, den Theaterkahn zum Schwanken zu bringen und es wird weiterhin eine Flexibilität erhalten bleiben. Die Module haben ein Drittel des Gewichts herkömmlicher Module, sind dabei robust und flexibel und es gibt schlicht und einfach nicht die Zwischenräume zwischen PV-Anlage und Dach, in die der Wind hineingreifen kann – perfekt für dieses Projekt.

Große Freude über das gelungene Photovoltaik-Projekt

Wir freuen uns, dass dieses ebenso einzigartige wie spannende Projekt umgesetzt werden konnte. Zu verdanken ist dies vor allem auch dem guten Zusammenspiel aller Beteiligten, der Sachsen Energie AG als regionalem Energieversorger, der Firma Innotec, die den passenden Kleber liefert und die Monteure vor Ort speziell auf dessen Verwendung schult und natürlich dem unermüdlichen Intendanten, der nie aufgehört hat, an die Idee von erneuerbarer Energie für seinen Theaterkahn zu glauben. Im Rahmen der Modernisierung kam vor knapp einem halben Jahr das Thema PV-Anlage erneut auf die Tagesordnung. Als langjähriger Partner hat SachsenEnergie daraufhin noch einmal viel Zeit und Energie in die Suche nach passenden Modulen für die speziellen Herausforderungen investiert und diese mit der ultraleichten SunMan Lösung schließlich gefunden.

Ein Viertel des benötigten Stroms wird über das Dach des Theaterkans gewonnen

Die Flex-Module sind selbstverständlich ebenso leistungsstark und langlebig wie Glasmodule in vergleichbarer Größe. Böhme geht davon aus, dass er rund 70 Prozent des erzeugten Stroms selbst nutzen kann, der Rest wird ins Stadtnetz eingespeist. „Wir hoffen, dass wir bis zu einem Viertel unseres gesamten Stromverbrauchs über das Dach des Theaterkahns gewinnen können“, so der Intendant, der mit einem Augenzwinkern darauf verweist, dass die Quote natürlich noch deutlich höher wäre, würden nicht die meisten Aufführungen abends stattfinden. Aber die Zahlen sind für ihn und für das Theater in privater Trägerschaft nicht zuletzt mit Blick auf die Energiebilanz und steigenden Strompreise ein großer Gewinn. Dem stimmt auch Dr. Axel Cunow, Finanzvorstand SachsenEnergie zu: „Mit der neuen Photovoltaik-Anlage auf dem Theaterkahn bringen wir Erneuerbare Energien präsent und von der Augustusbrücke aus gut sichtbar ins Zentrum der Kulturhauptstadt Dresden ein. Die Anlage verbindet die Tradition des über hundert Jahre alten Schiffes mit den Energiequellen der Zukunft. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Theaterkahn als unserem langjährigen Kunden dieses ganz besondere Pilotprojekt mitten in der Altstadt zu realisieren.“